DIE GEHEIMNISSE DER KÖCHE

Eine normale Küche im alten Rom hatte oft keine Fenster und war sehr klein, ausgestattet mit einem Ofen für Brot und focacce, einem Ausguss und einer Art steinernen Kochstelle, die mit Holz oder Kohle beheizt wurde. Ganz anders sah es bei den reichen Römern aus. Diese besaßen nicht nur eine richtige Küche, sondern auch mindestens zwei oder drei Sklaven. Vorzügliche Köche waren für die Zubereitung der Mahlzeiten zuständig. Für besondere Anlässe gab es regelrechte Teams aus Köchen, die man zusammen mit Flötenspielern, Artisten und Akrobaten anheuern konnte. Der Koch machte sich den Geschmack des Hausherrn zu eigen, um in bester Form dessen Wünsche befriedigen zu können.

Das Besondere an den römischen Köchen war ihre Fähigkeit, Geschmäcker nachzuahmen und zu verschleiern. Ihnen gelang es sogar, die Gäste im Glauben zu lassen, sie würden Fisch essen, obwohl tatsächlich Ente serviert worden war. Aber sie veränderten nicht nur den Geschmack des Essens, sondern ließen ihrer Kreativität auch beim Aussehen freien Lauf.

Bei den oppulenten Festmählern der Reichen zu besonderen Anlässen, wurden Fisch- oder Fleischgerichte in fantasievollster Weise zubereitet. Bei diesen Gelegenheiten stellten die Köche ihre Kunst zur Schau und beeindruckten zum Beispiel durch ein Fleischgericht, das das Aussehen eines gegrillten Fisches aufwies. Auch Skulpturen zu mythologischen Themen waren beliebt.
Berühmt sind die Gerichte des epischen „Gastmahl des Trimalchio“, das in dem satirischen Roman von Petronius Arbiter beschrieben und einige Jahrhunderte später von Macrobius noch einmal in Erinnerung gerufen wird. Es wird erzählt, dass bei diesem Gastmahl übertrieben fantasievolle Gerichte serviert wurden – Spiegelbild der Art und Weise, wie die reichen Römer ihre Herrlichkeit zur Schau stellten. In der Vorstellung bleibt die Beschreibung eines Hasen – mit Flügeln angerichtet – , der Pegasus, das geflügelte Pferd des Bellerophon, darstellen sollte. Außerdem eine Bache (gefüllt mit lebenden Drosseln) an deren Zitzen kleine Frischlinge aus Teig saugten.

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